Piraterie in der eBook-Branche!

Hallo ihr Lieben!

Durch die Veröffentlichung meines ersten Werkes als Selfpublisher, musste ich nun auch die Schattenseiten dieser Branche miterleben. Geschlagene 48 Stunden nach der Veröffentlichung, hatten bereits drei Piratenplattformen mein Buch in allen Formaten parat, obwohl es auf Amazon select nur als MOBI-Datei angeboten wird, ‚in ihrer Gewalt‘. ;-(

Teilweise kostenfrei, teilweise um nur 0,05Cent. Da muss ich nun wirklich an die Leserinnen und Leser da draußen appellieren: Ist es wirklich so ein Drama, für ein Buch eventuelle drei bis vier Euro mehr hinzublättern und dafür einen Autoren zu unterstützen, der sich mehrere Monate bemüht diese Geschichte aus seinem Gehirn zu schütten, sie mit Liebe verfeinert und mit Tränen korrigiert? Ist es verwerflich, dass man sich als Autor wünscht, dass die Kosten für ein professionelles Cover, ein Lektorat und Werbung wieder in die Kasse fließen, um dieses Hobby oder gar den Beruf tragbar zu gestalten? Ich kann nur sagen ‚Pfui‘! Ich war megaüberrascht und auch sehr wütend.

Natürlich habe ich sofort versucht mit diesen Plattformen Kontakt aufzunehmen, musste aber bei allen feststellen, dass sie (verbotenerweise) weder ein Impressum, noch eine Kontaktemail bereitstellen. Schlau ;o) Noch dazu ist ihr Sitz – was ich mir sagen hab lassen – nicht in Europa, wodurch sie durch europäischem Gesetz nicht angreifbar sind.

Was tun, in so einem Fall? Mir wurde gesagt, es ist ein Kampf gegen Windmühlen und man sollte es so sehen: Es ist eine kostenlose Werbemöglichkeit, denn wenn es einmal dein Buch dort hin geschafft hat, dann hat das was zu bedeuten und die Kunden kaufen weitere Bücher dann vielleicht legal … Ähm – irgendwie kann ich das nicht glauben, oder wie seht ihr das? Ich würde mich über Feedback diesbezüglich sehr freuen ;o)
Denn ich bin der Meinung, dass wenn ich einmal ein Buch so günstig erworben habe, warum sollte ich es oder ein anderes des Autoren dann teurer kaufen? Ich versteh diese Logik nicht ganz. :-p
Ich musste auch feststellen, dass ‚Enujaptas Fluch‘ nicht dort gelandet ist. Liegt es daran, dass es unter einem Verlag erschienen ist? Wohl kaum, da auf diesen Piratenplattformen auch Verlagsbücher zu finden sind.

Natürlich habe ich mir das nicht gefallen lassen und das Übel bei der Wurzel gepackt. Denn wenn sie mein Buch nicht löschen, dann kann ich zumindest die Verbreitung unter google als Urheberrechtbesitzer erschweren und habe die Links sperren lassen. Es ist mir natürlich klar, dass neue aus dem Boden wachsen werden und ich es nie 100% verhindern kann, aber ärgern werde ich sie trotzdem und hoffe, ihr da draußen unterstützt solche Plattformen nicht. Denn wie gesagt ist es die Unterstützung des Autoren, der euch ein paar wundervolle Stunden schenken will und keine Summe, die euch in den Bankrott treiben wird ;o)

In diesem Sinne – keine Macht der Buch-Piraterie!!!!

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4 Responses
  1. Sophie says:

    Hallo Celeste,

    ich hab mich damit auch schon zwangsweise beschäftigt. Bei einer Seite wurde der Post mit meinen Büchern zwar gelöscht, aber bei den meisten kommt man nicht dagegen an. Ich hab mich bei einigen Seiten angemeldet und einen „sehr freundlichen“ Kommentar hinterlassen, um denen, die meine Bücher kostenlos abgreifen, wenigstens einen Hauch von schlechtem Gewissen zu bereiten.
    Die Piraterie ist ärgerlich, aber wenn man es realistisch betrachtet, verliert man durch diese Seiten keine Käufer. Denn die Leute, die dort runterladen, nehmen die Bücher nur, weil sie nix kosten – sie sind keine potenziellen Käufer.
    Ja, es mag einen Werbeeffekt haben, vielleicht kauft ja auch der ein oder andere Leser die Printversion, wenn das ebook gefallen hat … oder sucht nach weiteren Büchern des Autoren/der Autorin.
    Irgendwie ist das mit den Untergrundseiten doch das Gleiche wie mit kostenlosen Aktionen auf amazon. Weil es nix kostet, wird es geladen – ob es dann auch gelesen wird, steht auf einem anderen Blatt 😉

    Mach dich nicht verrückt, auch wenn es ärgerlich ist – im Übrigen sind von mir fast nur die Verlagsbücher zu finden, die kurzen Indie Sachen nicht …

    LG
    Sophie

    • admin says:

      Liebe Sophie!

      Vielen Dank für deine Rückmeldung. Als Autorenkollegin bedeutet es mir sehr viel, dass wir hier einer Meinung sind und dagegen zumindest versuchen ein wenig vorzugehen. Ich schätze Aufklärung geht hier auf jeden Fall vor Ignorieren und so bekommen es auch vielleicht Unbeteiligte zu lesen/zu hören, die dann hoffentlich gar nicht in die Versuchung geraten.
      Ich hoffe, dass nicht allzu viele Anfänger in dieser Branche deswegen aufgeben müssen, da sie die Kosten nicht mehr einspielen können, denn gerade im Selfpublishing ist die Qualität besonders wichtig. In diesem Sinne, halte ich uns allen die Daumen, dass diese Leidenschaft weitergeht, trotz Piraterie.

  2. Johannes says:

    Hallo Celeste,
    ich bin deinem Link aus der BookRix-PN gefolgt und hier gelandet. Erstmal sollte ich dazu sagen, dass ich vom BookRix-Team bin, das ist evtl. wichtig, um das, was ich schreibe, richtig einzuordnen. Generell ist Piraterie immer ärgerlich. Für uns, die wir mit den Buchverkäufen unserer Autoren ja auch irgendwie unseren Unterhalt finanzieren müssen, genauso wie für die Autoren – auch wenn bei Autoren sicher noch eine größere emotionale Komponente hinzukommt, wenn einem das eigene Werk einfach gestohlen wird. (Da ich auch selbst Autor bin, kann ich das gut nachvollziehen, mein Buch ist auf diesen Seiten ebenfalls aufgetaucht.)
    Allerdings ist der größte Schaden für uns als BookRix daran, dass wir Arbeitszeit in den Kampf gegen Windmühlen investieren müssen, denn man hat kaum eine Chance, gegen diese Seiten juristisch anzugehen. Sie sitzen im Ausland, damit ist im Übrigen auch das Weglassen des Impressum nicht illegal. Die Impressumspflicht gibt es in den meisten Ländern nicht.
    Dass wir aber nennenswerte Verluste an Verkäufen durch das illegale Herunterladen der Bücher haben, lässt sich so nicht sagen. Die Nutzer dieser illegalen Piraterieplattformen sind in den seltensten Fällen reguläre Leser, die das Buch – wäre es nicht auf dieser Plattform – dann im Laden kaufen würden. Bei Bestsellern wie „Harry Potter“, das auch von vielen Menschen gelesen wurde, die ansonsten nicht lesen, mag es spürbar sein, dass da echte Verkäufe abhanden kommen, aber in den meisten Fällen halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass wirklich Verkäufe dadurch verloren gehen. (Allerdings sehe ich es auch wie du, dass das Argument der kostenlosen Werbung nicht so richtig schlüssig ist).

    Was ich damit sagen will: Wir von BookRix müssen natürlich an dem Thema dranbleiben, auch wenn man sich keine Illusionen machen darf, wie wahrscheinlich es ist, den Kampf gegen die Piraterie zu gewinnen, aber als Autor kann ich nur empfehlen, sich nicht all zu viele Gedanken darüber zu machen. Den eigenen Verkäufe wird es nicht schaden. (Wobei diese Aussage natürlich ohne endgültige Sicherheit ist ;-))

    • admin says:

      Lieber Johannes!

      Es ist mir eine Freude und Ehre ein Teammitglied von Bookrix hier persönlich anzutreffen und ich bedanke mich für deine Meldung. Da ich meinen zweiten Roman nach Amazon select auf Bookrix zum Verkauf reinstellen und streuen will, bin ich froh, dass auch ihr versucht so gut wie möglich gegen diesen Trend vorzugehen. Gerade als Anfänger ist man von dieser Situation schockiert und enttäuscht, sogar etwas überfordert. Womöglich gewöhnt man sich später oder findet sich damit ab, wobei ich glaube, es sollte immer etwas dagegen getan werden ;o)

      lg auch an das Team
      C

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