20. Tag ‚TEAIA‘

Tagebuch einer Autorin in Afrika!

Heute bin ich euch ja ein paar Fotos, Infos und Videos schuldig und ich werde sie heute und morgen fleißig nachholen. Warum morgen? Da ich ab 16:00 Uhr meine Safari nachhole und danach mein Abschiedsessen samt Party starte, werde ich im Anschluss nur noch Zeit haben meine sieben Sachen zu packen und die letzten Stunden hier in Südafrika zu schlafen. Denn am Samstag um 10:45 Uhr startet mein Heimflug 😉 Ich werde den Freitags- und Samstagsbeitrag für euch also schon heute vorprogrammieren 😉 Natürlich hole ich die Infos meines letzten Tages, samt der letzten atemberaubenden Begegnungen und die der Safari am Montag Abend nach. Ich muss nämlich am Montag eine Prüfung schreiben, für die ich erst im Flugzeug anfange zu lernen – das kann ja heiter werden … drückt mir also die Daumen, ich kann Glück wirklich gebrauchen!

Anbei erstmal die versprochenen Fotos, wo ich die Freude hatte, die beiden einjährigen Tigerjungs zu baden. Tiger lieben Wasser ja über alles, doch leider ist in ihrem Gehege kein Schwimmbecken, wie in den anderen und deswegen quetschen sie sich, wie schon in einem anderen Tagebucheintrag erwähnt, in ihren Trinknapf. Deswegen habe ich den Schlauch aufgedreht und meine Kollegin hat ausgiebig herrliche Fotos davon gemacht 😉

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Das Traurige daran ist ja, dass in den letzten 100 Jahren drei Tigerrassen ausgestorben sind: der Javatiger, der Balitiger und der Georgische Tiger. Wenn es so weiter geht, werden die letzten fünf Rassen auch noch sterben. Vor allem von den Südchinesischen Tigern gibt es nur noch 60 bis 80 Stück, da sie dort auch gejagt werde für medizinische Zwecke.

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Gerade diese Woche falle ich immer mehr in diese Melancholie, die mich zum Weinen bringt, da alle versuchen meine letzten Tage so überragend zu gestalten wie möglich. So durfte ich mit Neal Sue das Krokodil füttern, was ein schweres Unterfangen war, da an die 10 Krokos als ein Knäuel übereinandergelegen sind und uns unter der Plattform, wo wir standen, erwartungsvoll angesehen haben. Ich habe gelernt, dass Krokodile unglaublich gut hören können und recht intelligent sind. Sue ist durch Rufen von Neal tatsächlich hergekommen, da sie ihn an der Stimme und optisch erkannt hat! Wir mussten immer versuchen den richtigen Augenblick abzuwarten, wo kein anderes Maul in der Nähe von Sue war, damit wir das Eselfleisch gezielt links oder rechts neben ihr Maul hinwerfen konnten. War es auch nur ein paar Zentimeter zu weit weg, konnte sie es mit einem seitlichen drehen des Kopfes nicht mehr erwischen. Also reine Geduldsfrage. Natürlich wollte ich wissen, warum ausgerechnet nur Sue gefüttert wird und Neal erklärte, dass die Sommersaison beginnt und sie die Krokos für die Touristen aus dem Wasser springen lassen, um Fleisch zu packen. Sue hat jedoch einen zu kurzen Schwanz und kann daher nicht springen. Wenn sie aber trotzdem Hunger hat, wird sie versuchen, wie die anderen an das Fleisch zu kommen und kommt dann in Streit mit den anderen und wird verletzt, da sie den anderen nur im Weg ist. Arme Sue. Sie hatte bereits eine leichte Verletzung am Rücken, die aber laut Neal nur ein Kratzer ist und in einer Woche verheilt sein wird. Leider hatte ich durch die schweißtreibende Arbeit im Fischerdorf der Ranch diesmal keine Kamera dabei, als Neal uns gerufen hat. Sorry, ihr Lieben.

14.Tag_5

Dann war ich gestern beim Lockup dabei. Jeden Abend, wenn die letzten Touristen die Ranch verlassen, werden die Tiere in ihre Nachtgehege gesperrt. Ich habe mich den Großkatzengehegen angeschlossen, um zu sehen, wie das so abläuft. Den Tieren wurde der Gang in ihr Schlafquartier so schmackhaft gemacht, indem man ihnen kleine Appetithäppchen angeboten hat, die darin auf den Zaun gehängt wurden. Während die Geparden sie rasch verschlangen, haben die Tiger sie entweder links liegen gelassen oder ganz ‘zärtlich’ in Empfang genommen. Vor allem Nevada, der komplett weiße Tiger, zeigte hierbei sein ruhiges Gemüt.

 26.Tag_4

 26.Tag_6

Als es jedoch zu den weißen Löwen kam, musste ich feststellen, dass die faulen, träg wirkenden Löwen, alles andere waren, als sie den Eindruck erweckten. Sie bekamen ganze Pferdekeulen in ihre Schlafgehege und noch bevor das Gitter dazu geöffnet war, ist das Männchen fast durchgedreht. Ich stand so unter Schock, dass ich es leider verabsäumt habe Videos zu drehen. Denn als er endlich drinnen war und der Betreuer das Gitter des Schlafgeheges wieder schließen wollte, kam er fast nicht an den Hebemechanismus heran, da der König des Dschungels direkt auf ihn los ging und den Käfig attackierte und durchdrückte, dass ich es mit der Angst zu tun bekommen habe. Fast überall ist Strom in den Gehegen, doch hier anscheinend nicht. Ich werde niemals den Tod in den Augen des Löwen vergessen, der den Betreuer fixiert und angesprungen hat, und das wieder und wieder. Wie er gebrüllt hat und mit was für einem Hass und Energie. Wow! Eines war klar, wenn dieser dünne Maschendrahtzaun nicht zwischen dem Betreuer, einer Kollegin und mir gewesen wäre, dann wäre wohl der Pferdefuß uninteressant geworden. Ich hätte das nie für möglich gehalten. Mir wurde auch gesagt, dass das Männchen normalerweise in das andere Gehege kommt und das diesmal aus irgendeinem Grund der Ablauf anders lief. Es sollte etwas ruhiger ablaufen.

26.Tag_5

Eines wollte ich euch nicht vorenthalten. Dex, der schwarze Kater, der mir auch am Wochenende, wo ich krank war, Gesellschaft geleistet hatte, scheint mich sehr zu mögen. Er schlüpft oft heimlich übers Fenster in mein Zimmer und nimmt mich in meinem Bett in Empfang. Heute hat er mir sein Liebesgeständnis ins Badezimmer gelegt:

26.Tag_3

Wie versprochen hier noch das Video mit dem Servaltraining, bei dem ich als auch die Tiere einen irsinnigen Spaß hatten.

 Serval enrichment

Leider spielt die Schriftgröße beim Kopieren aus Word heute verrückt und ich kann sie nicht anpassen ;-( Klebt ihr schon am Bildschirm?

Das war’s für heute, ihr Lieben 😉

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One Response
  1. Michael says:

    Einen Tag nicht aufgepasst und viele Infos verpasst ;-).Das mit der Schriftgröße ist lustig ich habe die Lupen funktion aktiviert 😉 GRINS.Erstmal vielen lieben Dank an Dich für den tollen Blog und die vielen Infos,Bilder und Videos 🙂 „Haste jut jemacht“ wie wir Berliner sagen würden ;-).Ich wünsch Dir auf jedenfall eine Gute Rückreise und drücke Dir ganz fest die Daumen für die Prüfung :-)Paß auf das du nicht einen Gast im Handgepäck hast (Dex) 😉 Ich glaube das er Dich schon vermissen wird,Weg zährung für den Rückflug hat er Dir ja schon gebracht ;-)viele Grüße Michael

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