13. Tag ‚TEAIA‘

Tagebuch einer Autorin in Afrika!

Heute war ich von 7:30 Uhr bis 18:00 Uhr im Einsatz und bin völlig erledigt. Die Schlüssel habe ich rechtzeitig gefunden und so konnte ich mit ruhigem Gewissen mit dem Malen und dekorieren beginnen. Leider sind die Details doch so aufwendig, dass ich morgen wieder früher anfangen werde. Wenn schon mein Name darunter stehen wird, dann soll es wenigstens sehr gut sein, wenn nicht schon perfekt. Leider ist mein Perfektionismus dabei aber sehr gekränkt 😉 Aber die arme Mamba müsste sonst das ganze Wochenende in dem kleinen Zwinger verbringen, da ich 4 Touren gebucht habe. Außerdem möchte ich die nächste Woche nochmal nutzen, um persönlichen Kontakt mit weiteren Tieren zu haben, die sich bis jetzt noch nicht ausgegangen sind, oder nicht genug ;o) Mit den Kätzchen kann ich nämlich nicht genug Zeit verbringen ;-D

Heute Morgen habe ich auch genutzt, um weitere Schnappschüsse vom Park zu machen, da ich nach zwei Wochen noch immer nicht alles durchgeknippst habe. Ein paar nette Fotos waren wieder dabei:

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Es gibt zwei Emus, aber sie sind verdammt bissig. Ich kann nur hoffen, die Strauße auf der Farm sind freundlicher gestimmt 😉

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Sind die nicht putzig? Wie können die Bauern diese süßen Füchse nur abknallen? Es ist nämlich eine Fehlinformation, dass sie ihre Lämmer und Hasen fressen, denn sie fressen in freier Wildbahn Insekten. Sie sind außerdem nur so groß wie ein Zwergspitz, also wie soll das überhaupt funktionieren?

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Diese putzigen Eichhörnchen hatten genau so orangene Zähne, wie ihr Bauch ist – wohl zu viele Karotten ;-D

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In diesem karibischen Wasser wird übrigens der Käfig eingelassen, wo man mit den Riesenkrokos schwimmen kann. Übrigens habe ich heute gesehen, dass sie ein Exemplar hatten, dass ‘Nummer 13′ hieß, da es einen Mann namens Mr. Twelve (engl. 12) angegriffen hat. Es wurde eingefangen und lebte 13 Jahre auf der Ranch, wurde 4,2m lang und wog 520kg! Die Haut samt Kopf kann man dort noch heute bewundern.

Nun kann ich auch einen Beweis erbringen. Die Hippos sehen verdammt süß aus, sind aber total wandelbar: seht selbst das Vorher/Nachher Foto:
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Während ich das Mambaterrarium bemale, arbeite ich beim Schlangenbändiger Nil. Heute hatte er gleich zwei Einsätze auf der Ranch, wo ich mitgehen durfte. Zuerst wurde Alarm im Löwengehege geschlagen, da sich dort eine Schlange im Trinkteich befunden hat. Als wir ankamen waren zwei Mitarbeiter bereits vor Ort, die wir ‘die Grünen’ nennen, da sie für die Reinigung und Hilfsarbeiten eingesetzt werden und an ihrer grünen Uniform erkennbar sind. Nil hat die Schlange betrachtet, die eigentlich eher ein 30cm langes Würmchen war und hat sie rausgefischt. Exakt in diesem Augenblick sind die beiden Männer in Grün eine Oktave hinauf geschossen und sind gesprungen wie Irre, vor Angst. Ich habe mich total erschreckt. Mir wurde später von den anderen Voluntairen berichtet, dass die Grünen alle panische Angst vor Schlangen haben dürften, aber diese beiden gestandenen Männer sind in einer Sekunde zu Waschweibern mutiert ;-D Entschuldigung, dass musste ich los werden. Fakt ist, dass Nil keine Ahnung hatte, um was für eine Schlange es sich handelte, sie nie zuvor gesehen hatte, aber sie war atemberaubend schön, Sie hatte einen rosaroten Bauch und die Schuppen am Oberkörper haben in der Sonne wie ein Regenbogen geschillert. Als ich ihn fragte, ob sie giftig sei, meinte er, er habe keine Ahnung, aber solange man sie nicht bedroht und nie an einer Stelle festhält, kann nichts passieren. Daher hat er mich gefragt, ob ich sie mal halten will. (Ist er verrückt? Wo sie doch giftig sein könnte?!) Aber, für euch tu ich doch alles ;-D

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Diese Perspektive ist furchtbar! Wo ist Photoshop, wen man es braucht?
Natürlich haben wir sie an einem sicheren Ort frei gelassen und vielleicht erfahre ich morgen,ob sie giftig war.
Die zweite Errungenschaft des Tages: eine Pavianvogelspinne. Zumindest wird sie hier so genannt. Sie ist 10cm gross und noch quasi ein Baby …

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Jetzt fragt ihr euch aber bestimmt, wie der Jetztstand des Terrariums ist. Mit dem Steppengras bin ich noch mehr als unzufrieden, aber morgen werde ich noch die Decke fertig machen, die Bäume und Sträucher bekommen Blätter und dann kommt das Gras nochmal dran. Vielleicht geht sich auch auch noch ein Erdmännchen aus, bevor ich den Trinkteich bemale und alte Farbkleckse des Vorgängers am Boden korrigiere ;o) Dann kommt die geniale Deko rein und hoffentlich wird es morgen fertig. Hier diesmal mehr Fotos:
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Fällt dem geschulten Auge etwas auf? Der Ast ist halb echt, halb gemalt – das ist mir ausnahmsweise bravourös gelungen 😉16.Tag_5
Ganz links im Eck habe ich einen Baum mit exakter Rinde einebaut.

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Nun kommen auch noch Wolken aud die Decke.

Zum Schluss noch ein Video von den beiden verspielten Gepardenjungs ;-D

 Cheetahcubs playing together

 Lieber Michi! Leider kann ich einfach nicht die Finger von den (gefährlichen) Tieren lassen, aber zumindest versuche ich euch auf den letzten Stand der Malerarbeiten zu halten. Ja, insgesamt gibt es 2.500 Tiere hier, wobei 2.000 alleine Fische, darunter auch Exoten, sind. Noch habe ich euch nicht alle gezeigt, was sich wohl nicht mehr ausgehen wird 😉 Aber ich bemühe mich, euch die meisten zu zeigen.

Lieber Schatz! Die Pfauenküken habe ich heute nicht mehr gesehen. Wir wurden gestern schon vorgewarnt, dass sie relativ schnell weg sind (sie werden zu Mahlzeit von Wildtieren, verlaufen sich, landen in irgendwelchen Gullis, bleiben stecken, die Mütter streiten sich um sie etc.). Falls ich sie wirklich nicht mehr sehen sollte, werde ich das beste Foto nehmen, von denen, die ich habe. Ich hoffe nur, ich vergesse nicht ;o) Ich versuche meine Augen und Ohren wegen der Mamba wachsam zu halten. Ist schon immer ein mulmiges Gefühl, selbst wenn Nil meint, sie sei überhaupt nicht aggressiv. Er ist der Meinung, der Mensch verhält sich aggressiv, sodass sie sich schützen, aber ansonsten verkriechen sie sich lieber. Also sofern ich nicht drauf einschlage und hektische Bewegungen von mir gebe, sollte ich sicher sein. Habe heute überhaupt gemerkt, dass hier so einige Adrenalinjunkies arbeiten, die mit Löwen ringen, Tiger von Leuten herunterreißen etc. und am ganzen Körper stolz ihre Narben und die zugehörigen Geschichten präsentieren. Das ist schon ein eigener Schlag Mensch und es ist wahnsinnig interessant, ihren Storys zu lauschen.

Liebe Anni! Die Geier haben bis dato noch keinen Mucks von sich gegeben 😉 Zumindest nicht, als ich zugegen war. Tut mir leid. Ich habe zwar vor Jahren schon einmal mit diesen Tieren gearbeitet, könnte aber nun auch schwer beschreiben, welche Laute sie von sich geben. Aber in der heutigen Zeit des Internets, findet man sicher auch etwas auf Youtube. Ich bilde mir aber ein, sie klingen ähnlich wie Krähen.

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2 Responses
  1. Michael says:

    Das Terrarium sieht wirklich schön aus bei dem Gras stimm ich Dir zu. 😉 Der Ast ist Dir so wie es auf dem Bild zu erkennen ist wirklich gut gelungen Klasse 🙂 .Das die Zeit viel zu schnell vergeht auf der Ranch glaub ich gern ist ja auch kein Wunder denn es gibt ja jeden Tag was neues :-). Ich staune immer wieder über die Arten Vielfalt auf der Ranch :-). Dir noch viel Spaß, Liebe Grüße Michael 🙂 Berlin -1 Grad Orkan und Schnee. PS. Ja ich würde jetzt gern mit Dir tauschen 😉

  2. Wilfried says:

    Also die Schlange wird künftig nie wieder aus diesem Terrarium raus wollen ;o). Du machst das richtig gut und ich finde es super, dass Du Dich dort auf diese Art und Weise verewigst! Die Idee mit den Baumstämmen ist genial.
    Mit den Schlangen die Du nicht kennst solltest Du wohl eher etwas vorsichtiger umgehen.
    Bin schon neugierig, was Du am Wochenende für Ausflüge gebucht hast.

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