Geburt eines Trailers VII

Gut, liebe Blog-LeserInnen ;o) Haltet euch fest, der heutige Beitrag ist nichts für schwache Nerven. Könnt ihr Blut sehen? Seid ihr sicher? Habt ihr gerade gegessen? Dann schaut doch bitte in ein paar Stunden wieder vorbei, denn es wäre schade um das Handy/den Laptop/PC/ die Tastatur ;o)

Der Drehtag kam schnellen Schrittes näher und ich überlegte mir, wie ich für die Bluthustszene und die Schreiszene zu Beginn Blut her bekomme. Das Kunstblut beim Faschingsbedarf fiel durch, da ich das schon zu Hause hatte und einfach zu hell war. Dann eine Eigenfabrikation mit Zimt, Vaseline und Co.? Ohne mich. Und was tun richtig faule Menschen, wenn sie etwas nicht selbst machen wollen? Ja, sie kaufen es. So machte ich mich auf die Suche nach Schlachthöfen, das konnte ja nicht so schwer sein – dachte ich mir zumindest.
Weit gefehlt! Es wird nämlich kaum noch überall geschlachtet oder das Blut aufgehoben. Es hat viele Telefonate gekostet und als ich dann den Drehtag am Sonntag hatte und am Samstag den Termin für das Blut bekam, war ich wieder am Zittern, ob sich das bloß ausginge.

Es war der Samstag, als ich mich recht früh auf den über einstündigen Weg machte, um echtes Schweineblut zu besorgen. Ein Samstag, der mir ewig in Erinnerung bleiben wird. Ich kam im vorerst verlassen wirkenden Schlachthof an und schritt vorsichtig in den Innenhof. Keine Menschenseele. Wo findet man einen Schlächter – ähm – Fleischhauer, wenn man ihn sucht? Richtig – in der Schlachthalle. Sie war gleich zur rechten Seite, daher ging ich vorsichtig in diesen übergroßen Raum, der vollends mit weißen Fliesen verkleidet war. Es war sauber, roch aber nach Blut und Vieh. Mir lief eine Gänsehaut über den Rücken, da nur Teile des Raumes beleuchtet waren. Ich rief vorsichtig: „Hallo? Ist da jemand? Ich komme wegen dem Blut.“ Und schon als ich es ausgesprochen hatte, wurde mir mulmig und die Worte hallten noch immer im Raum nach. Keine Antwort. Es war so still, dass ich sogar meinen Atem hörte. Dann öffnete sich am anderen Ende der Halle eine Tür – ausgerechnet im Dunklen, wo ich nur eine Silhouette erkennen konnte. Ein Mann mit Schürze und in seiner rechten Hand … ein Beil …

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Tja, da müsst ihr jetzt durch, in den nächsten Tagen geht es weiter ;o)

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