Auf neuen Pfaden

Während mein Werk ‚Lockruf der Zeit‘ sich auf Wanderschaft befindet, meine zwei Projekte unter anderem Pseudonym gerade korrigiert werden und hoffentlich ein adäquates Mäntelchen erhalten, wollte ich eigentlich an meinem versprochenen SciFi-Zweitteiler arbeiten. Doch die Lebensumstände sind gerade etwas aufwühlend und anstrengend, sodass ich mich doch dazu durchringen konnte, endlich ‚Enujaptas Fluch‘ eine neue Chance zu geben. Ich finde das Cover nicht mehr zeitgemäß und ich denke, zusammen mit dem Titel hat es den falschen Eindruck erweckt – eher Action und Thriller anstatt einer Abenteuer/Love Hommage an Avatar. Ich habe es daher aus dem Verlag rausgenommen, um es zu neuem Leben zu erwecken. Ich muss ehrlich zugeben, allein die Überarbeitung kostet mich sehr viel Zeit und Gehirnschmalz, denn – ich kann nicht fassen, dass ich das jetzt wirklich schreibe! – ich erkenne eine riesige qualitative Kluft zwischen Enujaptas Fluch und meinem Zweitwerk ‚Ich bin … das Ende‘. Ich frage mich ständig, wie eine Entwicklung so sprunghaft vonstatten gehen kann. Zudem war das Buch schon vor meiner Bearbeitung megalang: 545 Seiten! Und eigentlich hatte ich vor, lahme Passagen zu kürzen, den Stil komplett zu überarbeiten, Wortwiederholungen rauszuschmeißen und die Sinne mehr anzusprechen. Ich bin jetzt erst bei Seite 287 und das Werk ist auf 571 Seiten angewachsen. So viel zu meinen Plänen. Ich werde also gewiss noch mindestens zweimal komplett und intensiv durcharbeiten und hoffe, ehrlich genug zu mir selbst zu sein, um mich von unnötigen Passagen zu trennen und mehr Pepp zu verstreuen, denn der Spannungsbogen … naja, lassen wir das.

Ich frage mich gerade, ob es anderen Autoren auch so ergeht, die alte Werke ad hoc neu überarbeiten wollen? Oder geben sie einfach auf und lassen es peinlich berührt in einer Lade für immer verschwinden? Denn daran muss ich auch ständig denken …

Was meint ihr dazu? Hat Enujaptas Fluch eine neue Chance verdient?

Danke für eure Meinung

lg Eure Celeste

Category: Allgemein
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