Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil XIII

Meine Lieben!

Ich blicke nun auf so viele Varianten zurück und möchte euch unterm Strich eine Schlussplädoyer halten:

1) Selfpublishing zahlt sich auf jeden Fall aus, aber nur dann, wenn man 150% dahinter steht, an sich arbeitet und ständig nach neuen Marketing-Möglichkeiten Ausschau hält. Die Bücher verkaufen sich zu Beginn nicht von alleine und wer die Zeit und die Energie nicht aufbringen kann, sollte sich weiterhin an Verlage wenden, die das professionell in die Hand nehmen. Das A-und O des Selfpublishing sind eine gute Qualität des Textes und ein überragendes Cover. Hier darf auf keinen Fall gespart werden. Zumindest, wenn man sich Aufmerksamkeit und Folgekäufe erhofft.

2) Auch wenn viele in letzter Zeit über Amazon schimpfen mögen, auf Grund ihr Unternehmenspolitik, Erpressungen und schlechter Bezahlung der Mitarbeiter … Fakt ist, ohne Amazon wäre der Selfpublisher nichts, denn der Einstieg ist so einfach gestaltet, der Markt so groß, sowie die rasche, flexible Nutzungsweise unvergleichbar! Zumindest bis jetzt 🙂 Vor allem das kdp-select Programm hilft einem zu einer besseren Platzierung, da scheinbar die Leihgaben auch ins Ranking einfließen. Also jeder Start beginnt dort.

3) Zum Thema Print sei gesagt, leider gibt es keine eierlegende Wollmilchsau. Entweder man bietet einen teureren Preis, wie die Liga der Verlage, an und ist flächendeckend erhältlich, oder man begnügt sich mit Create Space, um einen wesentlich günstigeren Preis nur auf Amazon anzubieten. Ich habe nun beides gestartet und werde am Ende des Jahres sagen können, was sich mehr rentiert hat. Denn auch die Verdienstmöglichkeiten differieren dadurch. Auf jeden Fall waren beide sehr bedienfreundlich, selbst wenn CS ausschließlich englisch betrieben wird. Noch ein kleiner Mangel bei CS: österreichische Autoren bekommen keine Direktüberweisung sondern Checks geschickt und die erst ab 100 Euro. In der Zeit der EU, Globalisierung und IBAN hoffe ich aber, dass dieses Phänomen im Aussterben liegt 😉 Ansonsten würde ich wieder bei Tredition veröffentlichen.

4) Als beste Werbemöglichkeiten sehe ich Leserunden, Rezensionen über andere Blogs Facebook.

5) Eine der größten Geschenke des Schreibens sind auf jeden Fall die treuen Leser. Durch ihr Feedback wächst man und geht mit einem breiten Grinsen durch die Welt. Man wird aufmerksamer, saugt Informationen über die Sinne auf und hofft, diese als kleines Dankeschön wieder in Worte, Zeilen und Seiten fassen zu können. Hegen und Pflegen, ein Autor bleiben, denn man ‚anfassen‘ kann, im Gegensatz zu Verlagsautoren ist der Vorteil, den man unbedingt nutzen muss. Denn nur die Leser können das Hobby weiterleben lassen oder sogar zum Hauptberuf verwandeln.

Danke fürs Lesen meines Blogs! Kleiner Tipp! Meldet euch bei meinem Newsletter an, denn gewisse Infos, bekommen nur Auserwählte :p

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2 Responses
  1. Leseratte says:

    Liebe Celeste,

    hattest du schon mal einen Kontakt mit einem Verlag?
    Wie wird ein Verlag auf einen begabten Autor (in) aufmerksam?
    Schickt man ein fertiges Werk als Leseprobe an einen Verlag?
    Oder haben Verlage „Headhunter“, die sich die diversen Plattformen (Bookrix….) unter die Lupe nehmen und dort versuchen, eine „Perle“ zu finden?

    Liebe Grüße
    Manfred

    • admin says:

      Lieber Manfred!

      Ja, mein erster Roman wurde von einem Verlag (AAVAA) publiziert und auch ‚Die verschollene Rasse Mensch‘ wäre von Bookshouse übernommen worden. Leider wäre er dann aber erst im April 2015 erschienen und auch die Gewinnmöglichkeit wäre wohl geringer ausgefallen, wobei man das ja im Nachhinein nicht sagen kann. Es ist ein toller Verlag und ich habe lange über das Angebot nachgedacht. Im Gegensatz zum AAVAA-Verlag wird das Lektorat übernommen und auch marketingtechnisch so einiges geboten … Das Problem ist oft, dass man einen ‚großen‘ Verlag benötigt, um in Buchhandlungen sein Buch wieder zu finden und auch genug Werbung flächendeckend zu erhalten. Durch das Selfpublishing hat man aber die Möglichkeit – wenn man sich bewährt – auch von einem Verlag direkt angesprochen zu werden. Es gibt ein paar Selfpublisher, die angesprochen werden, aber nur wenige lassen sich von 40%-70% Gewinnbeteiligung auf 8-15% reduzieren, wenn sie einmal Erfolg haben ;o)

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