Glücksmomente & Schattenseiten des Selfpublishing

Hallo, meine Lieben!

Heute habe ich die Freude und Ehre ein Interview mit Anya Omah, einer Autorin im Genre Erotik- und Liebesromane zu präsentieren, die mit ihren ersten zwei Romanen bereits große Erfolge verzeichnen konnte. Da wir ungefähr zur selben Zeit unseren ersten Selfpublishing-Roman veröffentlicht haben, kommen wir oft zum Reden und als ich von ein paar Schattenseiten ihres Erfolges völlig durch den Wind war, wollte ich die Chance nutzen, diese auf meinem Blog bekannt zu geben. Dieses Interview soll die Glücksmomente und negativen Aspekte darstellen und angehende Schreiberlinge und interessierte LeserInnen über die Geschehnisse hinter den Kulissen informieren.

1)    Liebe Anya, du hast ja mit deinem ersten selbst publizierten Roman den Traum von jedem Schreiberling realisieren können. Hättest du jemals gedacht, dass er gleich so wie eine Bombe einschlagen würde? Immerhin warst du über drei Wochen auf Platz eins der Bestsellerliste im Genre Liebesromane (oder wo genau?)

Hallo Celeste,

nein, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet. Das kam vollkommen unerwartet.
Ich war drei Wochen auf Platz eins in Romane und Erzählungen des Genres Erotik und zwei Wochen unter den Top 15 bei Liebesromanen.

2)    Welche positiven Aspekte hat dieser Erfolg nun in dein Leben gebracht?

Ganz klar der Zuspruch. So viele Menschen lesen meine Bücher, mein Geschreibsel. Dass ich damit anderen eine Freude und ein paar schöne Stunden bescheren kann, ist einfach ein tolles Gefühl. Es ist die eine wunderbare Bestätigung und eine zusätzliche Motivation weiterzumachen. Ich selbst – wahrscheinlich geht es jedem so, der Geschichten schreibt – halte nicht sooo viel von meiner Schreibe. Ich bin sehr unsicher, weil ich mich natürlich mit anderen Autoren vergleiche und in meinen Augen dabei eher schlecht abschneide. Umso wundervoller ist es zu sehen, dass es Leser gibt, die das offenbar anders sehen.

3)    Mir ist ja nun zu Ohren gekommen, dass du den Schritt gewagt hast, diese Leidenschaft zum Beruf zu machen. Welchen Chancen und Risiken bist du nun konfrontiert?

Wer hat dir denn das verraten? *lach*
Ja, das hab ich. Es ist riskant, weil ich natürlich nie weiß, ob dass, was ich mir so im Kopf zurechtspinne, gefällt. Das ist ein großer Unsicherheitsfaktor, der sich aber ausgleicht, weil ich tun kann, was mir Spaß macht und wofür ich brenne. Das ist sooo toll.

4)    Welche negativen Erlebnisse musstest du auf Grund deines rasanten Erfolges hinter der Traumfabrik des Selfpublishing in den letzten Wochen erleben?

Als Selfpublisher hat man es ohnehin nicht so leicht, da man sich ohne einen Verlag im Rücken um alles kümmern muss. Viele sind der Ansicht, dass ein Roman der nicht durch einen Verlag „abgenommen“ wurde, automatisch qualitativ minderwertig ist. Nun gut … diese Vorurteile gibt es natürlich nicht ohne Grund, wobei man nicht alle über einen Kamm scheren sollte. Denn es gibt einige selbstpublizierte Bücher, die es ohne weiteres mit Verlagsromanen aufnehmen können.

Neben diesem altbekannten „Problem“, sah ich mich aber auch Neid und Missgunst von anderen Autoren ausgesetzt – und damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Plötzlich bekam ich anonyme Nachrichten, die keinen sachlichen Hintergrund hatten. Da ging es ganz klar darum, mich als Autorin zu verunsichern und zu beleidigen.

5)    Wie gehst du mit diesen versteckten Angriffen von Neidern und Konkurrenten um und was würdest du ihnen entgegnen, wenn sie den Mut hätten, sich persönlich an dich zu wenden?

Ignorieren, nicht verunsichern lassen und weitermachen!
Wenn sie den Mut dazu hätten, würde ich ihnen sagen, wie bedauerlich sie sind und, dass sie ihre Energie lieber in ihre Buchprojekte stecken sollten.

6)    Welchen Rat würdest du Anfängern der Schreibkunst geben, die den Traum hegen, wie du erfolgreich ihren ersten Roman zu veröffentlichen?

Zunächst bin ich ja selbst noch blutige Anfängerin. Den einzigen Rat, den ich hab ist, an sich zu glauben und es einfach zu wagen. Ob es eine Erfolgsformel gibt weiß ich nicht. Mir hat Facebook sehr geholfen. Ich habe Kontakt zu entsprechenden Gruppen gesucht und auch gefunden. Es gab viele, die mir geholfen haben, bekannter zu werden. Wenn dich niemand kennt, kann auch niemand dein Buch lesen. Deshalb hab ich „damals“ … – haha, wie das klingt – die ersten sechs oder acht Kapitel regelmäßig gepostet, um auf mich und meinen Roman aufmerksam zu machen. Den Rest erledigte dann die Mund zu Mund Werbung.

Ach und was noch wichtig ist: Qualität! Die sollte stimmen, bevor man ans Veröffentlichen geht.

7)    Auf welche Projekte dürfen sich deine Fans in den nächsten Monaten freuen?

Im August erscheint „Von dir geliebt“, so heißt der zweite Teil von „Von dir verführt“. Und im November gibt es dann „Erfüllte Sehnsucht“, den ebenfalls zweiten und letzten Teil von „Gespaltene Sehnsucht“. Fürs Jahr 2015 steht u.a. ein Buchprojekt an, das ich mit einer Autorenkollegin gemeinsam realisieren will. Es wird auch eine interessante Herausforderung werden und soll „Kalte Sehnsucht“ heißen.

 

Ich danke Anya ganz herzlich für den Einblick und wünsche weiterhin viel ERFOLG!

10175979_1426460827610173_226120294532448024_n

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.You can leave a response, or trackback from your own site.
One Response
  1. Vielen Dank für das Interview! 🙂

    Ich bin selbst auch Autor und bin gerade dabei meinen ersten Roman zu schreiben / zu veröffentlichen. Diese Selbstzweifel kenne ich, sie nagen auch an mir. Aber irgendwann muss man den Schritt nach draußen wagen, denn dafür schreibt man doch schließlich: Um es zu veröffentlichen.
    Daher auch mein Rat: Sein Bestes geben, sich Profis mit ins Boot holen (Für Lektorat und Buchcover) und dann raus mit dem Text! 🙂

    Liebe Grüße
    Benjamin Spang

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.