Die Panik vor der „2“!

Hallo Ihr Lieben,

Es ist soweit! Da mein Roman ‚Ich bin … das Ende‘ doch recht gut läuft und ich immer wieder gefragt werde, wie es mit einem zweiten Teil aussieht, habe ich mich breitschlagen lassen, ihn bereits jetzt zu schreiben. Das Buch war nie als Mehrteiler gedacht, obwohl ich eine kleine Story in meiner Schatzkiste skizziert hatte – vor etwas einem halben Jahr.

Als ich diese jetzt wieder hervorgekramt habe und die begeisterten Rezikommentare in den hintersten Ecken meines Kopfes herumspukten, wurde mir eines klar: das reicht nie und nimmer, um Teil 1 noch zu toppen. PANIK! Panik! Und nochmals Panik! Ich schätze, wenn man von Grund auf eine Geschichte in zwei Teile teilt ist es wohl einfacher – wobei ich mir sicher bin, meine AutorenkollegInnen schreien gerade auf 😉 Dennoch, ich überarbeite das Konzept gerade und schreibe ein neues Storyboard. Ich hatte noch nie – ich wiederhole – noch nie soviel Respekt vor einem Skript wie vor diesem. Immerhin muss es überraschen, unvermutete Wendungen haben und den Leser mitreißen und überzeugen. Wenn man im ersten Teil schon mehrere Grauzonen bedient und ein bombastisches Finale hat – hoffe ich zumindest 😉 – wie soll man da rankommen oder es noch steigern? Fakt ist, ich werde wohl länger daran feilen und zittern bis die ersten Rückmeldungen der Betaleser kommen und hoffe, sie sind dann auch ehrlich. Kein Autor will einen Flop bewusst auf die Welt bringen. Vor allem schätze ich, dass Druck der Killer jeder kreativen Idee ist und Angst jedes Storyboard in die Abgründe des Ozeans zieht. Also versuche ich einfach nicht daran zu denken und mir stattdessen zu überlegen, wie kann ich meine Protas am meisten quälen? Was würde sie zum Schmunzeln und Lachen bringen? Durch welche Konfrontation würden sie wachsen?

Wie sehen eure Ansprüche an Mehrteiler aus und wie gehen AutorenkollegInnen mit diesem Druck um? Was habt ihr für Tricks? Oder habt ihr sogar ‚Ich bin … das Ende‘ gelesen und Fragen offen, die geklärt werden sollten oder Ideen, wie ein zweiter Teil aussehen könnte? Ich nehme gerne eure Kommentare entgegen 😉

lg Celeste

panik

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6 Responses
  1. fadenvogel says:

    Hi Celeste, da du dich wirklich um deine „Fans“ kümmerst und dir die Meinung von „da draußen“ wichtig ist, hier meine Einschätzung zu Teil 2:

    Teil 2 ist immer undankbar.

    In den meisten Trilogien passiert folgendes: Band 1 ist der großen Liebe gewidmet, die einem mittelgroßem Feind gegenübertritt und mit Blick auf den Endfeind am Ende ein halbes Happy End hat, in Band 2 gibt es den Kaugummi der Trennung und die weibliche Hauptfigur muss irgendwie wachsen und in Band 3 kommt der Endfeind.

    Nun hast du am Ende von Band 1 mit dem Besuch der Mutter ein Hauptpulver schon verschossen: die Erwähnung des geteilten Bettes. Oh Mann, Celeste, jetzt schwitze ich mein ganzes kindle voll und dann bin ich noch nicht mal dabei. Wie unfair! Am Ende fand ich es aber wieder witzig, weil ich mich so ertappt gefühlt habe, ich alter Voyeur, dass es dann ausgerechnet bei der Schwiegermutter (sehr sexy) zu jener mir so herbeigesehnten Erwähnung kommt…Witzig war es, weil es eben keinen Teil 2 gibt.

    Das Dilemma, das ich da sehe, bleibt der findigen Autorin überlassen zu lösen. Vielleicht bin ich auch die einzige, die das blöd findet. Aber der vertraute Fluss der bekannten Geschichten wäre jetzt eine Beziehungskrise. Die Frage ist nur, ob du diese Krise von außen oder von innen aufziehst. Von außen wäre so was wie (Brainstorming) ähhhh, ja, (nochmal) sie finden Zusammensetzungen im Blut der geheilten Vampire und denen von Menschen, die eine Verbindung mit möglichen Kindern unmöglich machen….oder die Mutter von S hat noch irgendein Geheimnis und da gibt es auch den Vater von E noch und dann wird wieder was in der Beziehung unmöglich….(drücke ich mich blöd aus oder ist das jetzt schon far beyond deiner eigentlichen Frage) Von innen wäre halt das klassische Er-ist-zu-herrschsüchtig oder Menschenfrauen-sind doch-zickig Drama mit ellenlangen Fass-mich-nicht-an-du-stinkst.

    Wenn dann fände ich ein Von-außen besser. Aber vielleicht hast du auch eine ganz andere Idee dahinter und verfolgst S & E gar nicht weiter, sondern benutzt nur die Welt für eine andere Geschichte.

    Schwierig, weil das Buch schon sehr auf Figuren setzte.

    Trotz allem haben mir die beiden Charaktere gut gefallen und ich muss zugeben, dass ich schon gesucht habe, ob es von Ihnen noch was gibt. Die Chemie zwischen den beiden ist ja auch spannend und so kann ein weiterer Teil nur gewinnen, allerdings ist der Drive der Geschichte durch eine Krise von Innen für mich echt schwierig, weil die Veränderung der Charaktere zueinander für mich nur schwer zu ertragen wäre. Eine Krise von außen allerdings mit Missverständnissen dann schon eher.

    OK, Celeste, soviel dazu mal von mir. Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht demoralisiert in deiner Panik. Wenn du mich jetzt dann mal in ihr Bett lässt, vergebe ich dir auch alles…;-)

    Beste Grüße aus der Nachbarstadt

    • admin says:

      Liebe Sabine!

      Und wie ich mich über deinen Besuch gefreut habe ;o) Und ich darf dich erleichtern Edrian und Silena wirst du zwar nicht im Bett bespitzeln dürfen, aber das wäre doch auch nicht edrianisch – nicht wahr? Aber ich hole da definitiv und sehr ausgeprägt Passagen, die sie viele Leser vermisst haben und ich hoffe, sie werden euch gerecht ;o)
      Ja, bei dem Plot habe ich wirklich viel Respekt gehabt, aber das Schreiben läuft nun recht gut und ich bin guter Dinge, dass es neue Aspekte reinbringt, etwas zum Schmunzeln dabei ist, wieder jemanden, den man liebt zu hassen und ein Ende mit Fortsetzung für Teil 3 ;o) Und Schamesröte versuche ich auch noch einzubauen – speziell für dich ;oD
      lg Celeste
      Und ganz großen Dank für das megalange Feedback! Vielleicht finde ich hier ja noch ein paar Punkte zum Einbauen ;o)

  2. Na dann bin ich gespannt, wie’s weitergeht.
    Eine Geschichte, die mit „Sie war … der Anfang“ endet, muss ja weitergehen, oder?

    P. S. Cooles Bild!

    • admin says:

      Sehr aufmerksam von dir ;o) Und so wie es aussieht, könnte auch noch ein dritter Teil folgen ;o)

      Ich bin schon mitten im Schreiben und Feuer und Flamme! Danke, dass du meinen Blog regelmäßig besuchst, es ist mir eine Ehre ;o)

      lg Celeste

  3. Astrid Rose says:

    Den Druck nehme ich mir, indem ich andere um Hilfe bitte. Erst habe ich mir Leser (inzwischen richtige Freunde) meines Vertrauens gesucht und bin mit ihnen den bis dahin fertigen Handlungsablauf durchgegangen. Dann fing ich an, die fertigen Szenen anzupassen und/oder neu zu schreiben – einiges flog komplett und radikal raus.

    Jetzt arbeite ich analog mit Betalesern, die mir ihre Meinung knallhart um die Ohren hauen, so dass ich drauf aufbauen kann.

    Alleine, das gebe ich zu, könnte ich nicht mal ansatzweise den zweiten Teil auf das Niveau des ersten anheben.

    Aloha Astrid

    • admin says:

      Liebe Astrid!

      Das ist auf jeden Fall ein super Tipp und ich baue in der Hinsicht auch auf meine Betaleser. Wobei ich schon glaube, dass, weil man sich nach längerer Zeit mehr als Freunde sieht, man über den einen oder anderen Makel drübersieht, um den Autoren nicht zu verletzen – oder nicht? Wird man da nicht ‚weicher‘ in der Beurteilung, oder kann man wirklich objektiv und streng bleiben? Mir fällt das selbst beim Betalesen ab und zu auf.

      lg Celeste

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