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Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil XI

So, ihr Lieben, zum vorerst letzten Mal:

Den heutigen Beitrag möchte ich einem sehr, sehr wichtigen Thema widmen: der Werbung und dem richtigen Timing.
Beides ist ein Kunstwerk und eine eigene Philosophie. Denn so wie jede Story, jedes Cover variieren, kann auch das Genre, der Preis und Strategie den Erfolg eurer Veröffentlichung als Selfpublisher beeinflussen. Es gibt kein 100%iges Erfolgsrezept – außerdem, wenn es das gebe, würde es wohl jeder für sich behalten – oder etwas nicht? 😉

ABER! Alles was mir in den letzten Wochen zu diesen Themen untergekommen ist, möchte ich euch hier kurz und bündig auflisten, damit ihr für euch selbst entscheiden könnt, was etwas für euch ist und was nicht.

Zum Thema Preis:

  1. Seht euch in eurem Genre ca. die ersten 20 Titel z.B. bei Amazon an (ignoriert Verlagswerke), welche Preise hier angeboten werden. Wenn fast alle bei 2,99Euro liegen, werdet ihr also mit einem Verkaufspreis von 8,99Euro nur wenig Erfolg haben.
  2. Versucht generell das Buch in mehreren Genre unter zu bekommen, denn bei Fantasy und Liebe ist es nicht so leicht unter die Top 100 zu kommen, bei Science Fiction oder Vampirbüchern schon eher.
  3. Als absoluter Neuling wäre es wichtig, dass ihr einen Preisanreiz schafft. Entweder ihr bringt das Buch einen Zeit lang zu einem niedrigeren Preis (Achtung bei Amazon gibt es eine Schwellengrenze, ab der ihr anstatt 70% nur noch 35% Tantieme bekommt!) anbietet und dann aufschlagt.
  4. Folgendes habe ich gelesen: sobald das Buch rauskommt, hat es ca. die ersten 24 Stunden keine Möglichkeit im Rang zu steigen. Da es aber noch keinen Rang hat, wäre es speziell am 2. Tag verdammt wichtig, dass eure Fans so viele Bücher kaufen wie möglich, denn je höher ihr dann oben seit, desto größer der Pusheffekt, dass ihr von neuen Lesern entdeckt werdet und der Rang noch besser wird. Manche Autoren helfen hier angeblich auch nach und kaufen selbst eine größere Menge …
  5. Vorsicht vor Gratisabgabe oder Kleinstpreisen à la 0,29 Euro und Co. Leser verbinden oftmals auch Qualität mit dem Buch und zu niedrige Preise führen zu weniger Verkäufen als höhere Preise. Am besten gehen eBooks von Selfpublishern zwischen 2,99 und 3,99 Euro. Wobei es hier auch immer unterschiedliche Statistiken und Meinungen gibt 😉

Zum Thema Werbung:

  1. Ein Blog, Twitter und FB und andere soziale Netzwerke sind nicht schlecht, machen aber leider letztendlich nur einen sehr geringen Teil an Käufern aus. Leider. Wichtig ist hierbei, dass ihr so viele Emails von Interessenten bekommt, wie nur möglich, denn durch sie könnt ihr die Leser mit Gewinnspielen und Sonderaktionen informieren. By the way! Bitte meldet euch bei meinem Newsletter (auf der Seite rechts!) an! Es ist wichtig und ihr werdet es nicht bereuen 😉
  2. Tolle Möglichkeiten direkt auf Amazon zu werben ist Kindle Deal, der aber erst nach ca. 30 Tagen auf dem Markt möglich ist.
  3. Eine weitere sehr gute Möglichkeit ist Werbung über www.xtme.de, wo eBooks zu Sonderpreisen (max. 0,99Euro) für den Zeitraum der Aktion besonders beworben werden, sofern sie von der Leitung als gut befunden werden. Hier hat man auch die Möglichkeit Gewinnspiele zu schalten oder einen Artikel über den Autoren zu publizieren. Die Plattform ist bei Lesern sehr beliebt und hat eine sehr starke Werbekraft

So, ich hoffe, es ist das eine oder andere Informative dabei 😉 Drückt mir also die Daumen, dass die Veröffentlichung meines ersten Romans als Selfpublisher bei ‚Ich bin … das Ende‘ erfolgreich läuft! Über Unterstützung und Käufe wäre ich natürlich höchst erfreut ;op

lg Celeste Ealain

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Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil X

Hallo ihr Lieben!

In diesem Beitrage möchte ich euch noch mit dem haareraufenden Umwandeln des Skriptes in eBook-Formate und Co. unterrichten. Für mich war es ein Oje- und O-nein-Effekt, da ich feststellen musste, der Download der Software zum Umwandeln (Calibre) war einfach, sowie die Bedienung (einfach in der Auswahl .docx in epubli umwandeln). Doch das Ergebnis war DER Horror!

Ich kann bei diesem Gedanken noch immer die Titelmusik von Hitchcocks Psycho in meinen Ohren hören ;-(

Ich habe mir als Muster die Formatierungsvorschläge von Tredition hergenommen und einmal wunderschöne Initialen (Großbuchstabe am Anfang jedes Kapitels), eingerückte Anfänge nach den Absätzen, Silbentrennung, Blocksatz, etc. umgesetzt und dann ganz professionell zu Beginn mein Autorenfoto samt Kurzvita reingehängt. Besonders wichtig für euch ist, wenn ihr spezielle Schriften einbaut, müssen diese IM TEXT EINGEBETTET sein! Sonst können sie von anderen nicht geöffnet werden und das lokale System wandelt sie in die nächst verfügbare Schrift um.
Um es noch realistischer zu gestalten, habe ich am Ende die Buchcover meiner anderen Romane als Werbung angehängt, mit Info, um was es sich handelt und wie sie zu erstehen sind.

Dann ging es ran an die Traumfabrik. Folgende Dinge sind passiert:

ePub:
1) Mein Autorenfoto wurde in die Breite gezogen (war nicht in einem Textfeld) während mein .jpgs für meine anderen Bücher, die ich als Werbung einbauen will (sind in einem Textfeld eingebettet) normal sind.
2) Ich habe Initialen in der Schrift Crafted gewählt, die im Orignialdoc alle gleich groß sind und im ePub verschieden. Die Schrift ist aber eingebettet worden und dargestellt
3) Werbetext neben meinen Buchcovers sind einfach verschwunden!

mobi:
1) Autorenfoto und Coverfotos sind ohne Probleme dargestellt, dafür sind die Coverfotos sogar doppelt, und auch das Verlagslogo ;o(
2) Die eingebetteten Initialen können nicht angezeigt werden. Stattdessen gibt es nur einen Großen Anfangsbuchstaben und in der nächsten Zeile beginnt der Text.
3) Die Werbetexte neben den Buchcovern ist sichtbar.

Als PDF oder .htm sind keine dieser Probleme entstand. Doch bei gerade mal 21 Seiten hab ich schon 3,9MB – ich fürchte, die Datei wird am Ende megagroß, obwohl keine Grafiken oder Bilder mehr folgen werden. Ich kann nur hoffen, dass das kein Problem darstellt.

Was heißt das nun unterm Strich? Nehmt euch für das Formatieren besonders viel Zeit und legt euch einen Patzen Geduld zurecht! Fakt für mich ist nun, sobald die Lektorin durch ist, muss ich das Skript je nach gewünschten Format einzeln bearbeiten und alles, was nicht funktioniert letztendlich rausschmeißen oder simpler gestalten. Am Ende gilt immer penibel alle Seiten in jedem Format zu kontrollieren, ob alles optisch so aussieht, wie ihr es wollt!!!

Aber ACHTUNG! Viele Distributoren nehmen euch nur das .doc/.docx, die PDF oder die .html/.htm ab und wandeln für euch als Serviceleistung um und ihr müsst euch nicht damit quälen. Da ich die Buchformate aber auch für Aktionen wie Leserunden auf lovelybooks und Co. benötige, war es mir wichtig, mich mit dieser Problematik auseinander zu setzen ;-).

Unknown

Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil IX

Hallo, ihr Lieben!

Folgende Erfahrungen konnte ich mit dem Lektorat bisher machen. Ich lerne hier auch Formatierungshintergründe und stilistische Tipps, die ich künftig gleich beim Schreiben meiner Skripte richtig machen werde. Wie zum Beispiel:

  • Die verlängerten drei Punkte ‚ … ‚ werden nicht als einzelne drei Punkte mit der Tastatur eingetippt, sondern es gibt einen eigenen Befehl auf der Tastatur. Bei meinem Mac ist das ‚ALT + Punkt‘. Warum? Weil somit sichergestellt wird, dass die Punkte je nach Formatierung – egal ob eBook oder Print, egal welche Schrift oder Schriftgröße der spätere Leser elektronisch wählt – niemals getrennt werden. Sie bleiben als Einheit und verschieben sich zusammen 🙂
  • Gedankenstriche: Es gibt auch einen Unterschied zwischen Bindestrich, wie in ‚Input- und Outputprozess‘ – der wohlgemerkt auch für Silbentrennungen genutzt wird – und Gedankenstrichen. Wie setze ich sie richtig ein und welche Tastenkombination ist dafür nötig? Für den Gedankenstrich – der länger ist – nutze ich auf meiner Tastatur ‚ALT + -‚. Bei Bindestrichen nur den ‚-‚
  • Silbentrennung: Es ist wichtig die Silbentrennung im Buch automatisch einzustellen. Sollte man bei der Endkorrektur sehen, dass im Blocksatz größere Lücken entstehen, MUSS man dies mittels ‚CMD + -‚ (beim PC ‚STRG + -‚) darstellen, damit das System bei der Formatierung ebenfalls weiß, dass der Bindestrich verschwindet, wenn es zu Verschiebungen kommt und nicht als ‚Silben-trennung‘ in der nächsten Zeile landet ;o)

Ich hoffe, diese kleinen Hilfestellungen können auch für euch direkt beim Schreiben nützlich sein. Ich versuche sie mir ab sofort anzugewöhnen ;o)

Was merke ich beim Lektorat bis jetzt sonst noch? Es werden meine Spannungskurve und meine Charaktere beäugt, sowie Eigenkreationen so weit zugelassen, sofern sie noch schön zu lesen sind und alle anderen Metaphern und Schlenkerer durch Vorschläge korrigiert. Im Worddokument kann ich mir dann alle Vorschläge durchsehen und jene übernehmen, die ich für gut empfinde und bei den anderen noch mal nachfragen, ob es eine andere Möglichkeit gibt, oder ob ein Auge zugedrückt werden kann, um dem individuellen Stil treu zu bleiben. Wobei ich hier sagen muss, dass meine Lektorin hier nur minimal eingreift und ich so noch immer meinen Stil erkenne ;o)

Tipps & Tricks im Internet

Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil VIII

Hallo ihr Lieben ;o)!

Bezüglich dem Print des Buches habe ich mir folgendes überlegt. Da ich ‚Enujaptas Fluch‘ großteils als Taschenbuch verkauft habe und ‚Ich bin … das Ende‘ nur 80.000 Wörter hat, es mit einem Dienstleister versuchen möchte, der das Buch auch in den Buchhandlungen bestellbar macht. Bei meinem nächsten Selfpublishingversuch mit ‚Die verschollene Rasse Mensch‘ sind es ja 100.000 Wörter, und da würden die Druckkosten womöglich so hoch ausfallen, dass sich kein Leser mehr bereit erklären wird, es zu kaufen. Daher werde ich dieses Buch nur auf Amazon über CreateSpace anbieten.

Als Anbieter für den Druck und den Vertrieb konnte ich folgende ausfindig machen:

  • www.bod.de
  • www.tredition.de
  • www.ruckzuckbuch.de
  • www.epubli.de

Bei all meinen Kalkulationen musste ich feststellen, dass Tredition bei weitem am günstigsten war, daher fällt meine Entscheidung auf diesen Dienstleister. Leider bin ich mit dem Endpreis mit 12,99Euro trotzdem relativ hoch, im Vergleich dafür, dass ‚Enujaptas Fluch‘ nur 11,99 Euro gekostet hat, über 60 Seiten mehr hat und der Gewinn dennoch höher war. Aber ich werde beim Formatieren versuchen recht viele Seiten noch zu reduzieren, damit die Gewinnspanne noch etwas wächst ;o) Eine Sache rutscht dennoch etwas bitter über den Rachen: die Mindestlaufzeit des Vertrages mit Tredition läuft drei Jahre …

Tredition

Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil VII

Wieder zurück nach all den Recherchen zum Selfpublishing ;o)

Wenn man sich einmal wirklich mit dem Thema auseinandersetzt, wird einem erst bewusst, wie viel Mühe, Zeit und Knowhow dahintersteckt. Wobei es bei den nächsten Büchern dann immer einfacher werden sollte.

Nun habe ich auf Amazon eine tolle Formatierungenshilfe für das kdp-Programm gefunden:

Hier zur Anleitung

Ich musste auch feststellen, dass manche Regelungen bei meinem Mac etwas anders laufen. Daher habe ich euch noch den Link speziell für Mac-Nutzer angehängt:

eBook Einrichten bei kdp als Mac-User

Ich habe mein Skript als .docx angelegt und muss nun alle Formatierungen wie in der Anleitung beschrieben umsetzen und im Anschluss als .htm (Mac-user) abspeichern.

Die wichtigsten Punkte zur Formatierung für mich waren folgende:

  • Immer ein Texteinzug bei einem neuen Absatz von 0,5cm
  • Inhaltsverzeichnis mit Verweis anlegen
  • Empfohlene Schriftarten wählen und Schriftgröße 11 für den Print.
  • Fett, kursiv und Einzüge sind erlaubt
  • Bei verschiedenen Schriften darauf achten, dass diese unterstützt werden
  • Was ganz wichtig ist: sobald ich die .htm Datei abgespeichert habe, werde ich mir das ganze Buch nochmals durchsehen. Denn wenn es einmal Online ist, wird es sonst peinlich ;o)

Das Hochladen und die gesamte Darstellung des Buches dauert zwischen 24 bis 72 Stunden nach dem Hochladen auf Amazon. D.h. alle Strategien für Preisreduktionen, Modell Select und Co. müssen bereits vorher durchdacht sein.

Regelungen zur Formatierung für den Print stelle ich euch das nächste Mal zur Verfügung ;o)

Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil VI

Hallo ihr Lieben!

Während mein Skript von einer professionellen Lektorin beäugt wird, arbeite ich bereits voraus, und schaue, welche Schritte ich bereits für die Veröffentlichung vorbereiten kann.

Da wären

1) Alles bezüglich die Formatierung des Textes in Erfahrung bringen
2) Infos über mögliche Programme zur Umwandlung in eBook-Formate hervorkramen. Immerhin brauche ich PDF, mobi und ePub da ich ja auch wieder eine Leserunde ins Leben rufen möchte. (Ich habe zwar Calibre vor Monaten runtergeladen aber noch keinen blassen Schimmer, wie das Ding funktioniert ;-))
3) marketingtechnische Tipps für den richtigen Einstieg auf dem Markt in Erfahrung bringen. Ich habe nämlich wo gelesen, dass speziell am zweiten Tag nach der Veröffentlichung so an ein paar Schräubchen gedreht werden kann, um möglichst unter die Top 100 Downloads auf Amazon zu kommen und dies wäre die beste Basis um länger oben bleiben zu können.

So – aber wo holt man sich all die Infos gut verpackt in einem gesammelten Konvolut an Wissen – vielleicht sogar von einem Profi?

Da ich in Foren immer wieder auf einen Namen und einen Begriff gestossen bin, habe ich mir nun endlich Matthias Mattings Selfpublishing – Bibel zugelegt, werden nun tief darin versinken und hoffe, viel zu lernen. Die wichtigsten Punkte, die ich bei meiner Umsetzung benötige, werde ich euch natürlich mitteilen. Mehr über das Buch erfahrt ihr aber auch auf der dazugehörigen Homepage:

http://selfpublishingbibel.de

Das elektronische Werk ist übrigens auf Amazon um 4,99Euro zu haben.

SPB

Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil V

Hallo ihr Lieben,

Nachdem ich nun auch mein aller erste Autorenabrechnung über den Verlag erhalten habe, kann ich nun meine Optionen für mein Selfpublishing-projekt besser analysieren und mir einen Schlachtplan ausdenken. Mein Verkauf bestand doch tatsächlich aus 92% Taschenbüchern und damit hätte ich nie gerechnet. Das macht den Verkauf über die eBook-Schiene natürlich nicht leichter.

Meine Recherchen haben ergeben, dass ich zu aller erst (egal bei welcher Veröffentlichung) exklusiv das gesamte Skript über Amazon kdp select hochlade. Wow, werdet ihr denken, dass klingt ja kompliziert. Aber mal schauen, genau kann ich es auch noch nicht sagen. Fakt ist, man sollte die englischen Anweisungen zur Formatierung beim hochladen gut verstehen, oder sich Hilfe mittels Foren, Gruppen auf Facebook oder Ratgeber holen.

Was bedeutet das jetzt genau? Ich verpflichte mich somit das eBook ausschließlich bei Amazon zu verkaufen und zwar für 90 Tage. Dafür kann ich sogar eine fünftägige Werbeaktion auf Amazon kostenfrei nutzen. Das ist die beste Gelegenheit neue Leser auf einen aufmerksam zu machen. D.h. aber letztendlich auch, es kann in keinem anderen Onlineshop (Bookrix, Thalia, Weltbild, etc.) vollständig gekauft oder gelesen werden. Nur Taschenbücher und kostenfreie kurze Leseproben sind parallel erlaubt, um nicht vertragsbrüchig zu werden ;o) Puh – hört ihr auch gerade schwere Metallketten scheppern? Naja, egal, die Ehe dauert nur drei Monate und dann folgt Phase zwei für den Verkauf. Von diesem Plan erzähl ich euch ein anderes Mal.

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Ich bin … das Ende – NEUES COVER!!

Da ich mich mit meinem ersten Versuch des Selfpublishing besonders gut am Markt präsentieren will, habe ich mir ein neues Cover von einer Grafikerin machen lassen. Ich kenne mich ja mit der Gestaltung nicht sehr gut aus, ich weiß mittlerweile nur, dass der Titel auch im Kleinformat im Onlineshop gut zu lesen sein soll, die Lizenzrechte des Fotos für das Cover gekauft werden müssen, dass aktuell Gesichter besonders modern sind und man am Cover das Genre erkennen sollte.

Mir war es auch wichtig, dass es Hinweise auf meine Story gibt, was Viktoria Petkau sehr gut umgesetzt hat.

Und? Wie findet ihr es?

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Nochmals vielen Dank Vicky (Gedankengrün), für die tolle Zusammenarbeit – ich weiß, du hast es nicht immer leicht mit mir ;o)

Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil IV

So meine Lieben, 

da mein Entschluss noch immer feststeht, meinen zweiten Roman ‚Ich bin … das Ende‘ als Selfpublisher herauszubringen, muss ich nun zwei Dinge sicherstellen:

  1. Es muss ein neues Cover her, denn es muss optisch den aktuellen Standards entsprechen, Fantasy und Scifi-Ambitionen enthalten und ein Eyecatcher sein, damit Leute daran kleben bleiben (Ich fürchte mich jetzt schon, dass ich da meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werde, denn ein professioneller Grafiker, der das schon jahrelang und ausschließlich macht, kostet 400 Euro aufwärts und das ist im Moment nicht drinnen)
  2. Es muss Qualität in das Skript, denn Fehler Nummer eins der meisten Selfpublisher: sie sparen an den falschen Plätzen, denn in den Köpfen vieler Leser steckt noch immer der Glaube – mich eingeschlossen – dass ein selbst herausgebrachtes Werk mehr Fehler beinhalten könnte. Daher muss ein professionelles Lektorat her.

Während ich nach genialen, passenden Fotos auf Plattformen wie bigstockphoto, fotolia und Co. für mein Cover suche, habe ich zumindest meine Wahl für Punkt zwei getroffen.

Aber falls ihr nun fragt: Warum eigentlich ein Lektorat? Du hattest doch schon ein paar Betaleser, arbeitest mit Korrekturprogrammen wie Papyrus Autor etc., das muss doch reichen?
Fakt ist, es gibt einen Unterschied zwischen einem Korrektorat (dass ich quasi zu 93% habe durch oben erwähnte Maßnahmen) und einem Lektorat. Ein Lektor hat diesen Beruf erlernt und neben Grammatik, Tippfehlern ist er für folgende Punkte NOTWENDIG:

  • Stilanalyse, Wortwiederholungen, Sprachschwächen, Orthographie
  • Charakteranalyse der Protagonisten und Antigonisten (Entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte plausibel, verhalten sie sich durchgängig authentisch)
  • Aufdecken offener Enden, offen gelassener Fragen der Leser
  • Logikfehler, Denkfehler
  • Widersprüche
  • Analyse der Spannungskurve
  • Offenlegung unnötiger Passagen
  • Aufdecken schwacher Passagen
  • etc.

Und zumindest lernt man für das nächste Werk unheimlich viel dazu. Daher hoffe ich, meine Wahl war die richtige, denn ich habe nach einer/m LektorIn gesucht mit Verlagserfahrung und Kenntnis im Fantasy/SciFi-Genre. Na dann werd‘ ich ihr/ihm gleich schreiben, dass es los geht – ich bin schon sooooo neugierig über diese Erfahrung und werde euch daran teilhaben lassen 😉

Unbenannt

Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil III

So meine Lieben!

Ich kann euch sagen, mir raucht bereits der Kopf. Je mehr ich mich mit dem Thema Selfpublishing beschäftige, desto mehr wird mir klar, wie viele Punkt wohl bedacht sein müssen und wie komplex die komplette Abdeckung des Buchmarktes auf digitaler und physischer Art ist.

Also nun zu den Vorteilen von Selfpublishing:

  • Tantiem von bis zu 70% (ja, ihr habt richtig gelesen)
  • mehr Flexibilität bei der Preisgestaltung
  • Man kann sich seine Geschäftspartner selbst aussuchen und bleibt sein eigener Herr
  • Man kann jederzeit (in den meisten Fällen) aussteigen und verliert nicht die Rechte auf das Buch
  • raschere Abwicklung
  • tägliche Übersicht des Verkaufs bzgl. Anzahl und Shop
  • Man kann in den meisten Fällen den Preis für Gewinnspiele senken wann immer man will
  • man kann sehr niedrige Preise im Vergleich zu Verlagsbüchern anbieten (Ausnahme z.T. Taschenbuch)

Aber leider sind die Nachteile auch nicht wegzudenken und hier muss ich zur Entscheidungsfindung noch meine ersten statistischen Auswertungen und Verkaufszahlen von ‚Enujaptas Fluch‘ vom Verlag abwarten.

Nachteile von Selfpublishing:

  • Noch immer herrscht ein schlechter Ruf, durch mangelnde Qualität und eine unsagbar hohen Anzahl an Selfpublishern
  • Man kann nicht den gesamten Markt zu einem wettbewerbsfähigen Preis abdecken
  • Man ist auf sich alleine gestellt beim Umwandeln der Dateien, Werbung, Covergestaltung, etc.
  • In manchen Fällen muss auch selbst die ISBN Nummer gekauft werden die um die 72 Euro kostet
  • Der Vertrieb der Bücher muss entweder selbst gemacht werden, man sucht sich einen Dienstleister und verliert die 70% Gewinnspanne oder man bietet von Vorhinein nur eBooks an.
  • Lektorat muss selbst organisiert und gezahlt werden

So während ich noch total zappelig auf Ende Februar warte, um ‚Ich bin … das Ende‘ ans Lektorat zu übergeben, bin ich schon mal dabei mich am Büchermarkt umzusehen, welche Möglichkeiten sich mir bieten. Was ich da herausarbeiten konnte ist sehr ernüchternd, aber ich werde mein Experiment im Sommer ausweiten, sollte auch ‚Die verschollene Rasse Mensch‘ keinen Verlag finden. Ich würde meinen, dass ich Ende des Jahres um so viel schlauer bin ;o)

Mehr dazu das nächste Mal! Danke fürs Vorbeischauen!

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Projekt Verlag vs. Selfpublishing Teil II

Hallo zusammen!

So, nun komme ich zu den Nachteilen bei einem Verlag:

Minus beim Verlag:

  • Die Tantieme  (also der Gewinn pro Buch) beträgt leider nur um die 8 bis 14% (zumindest sind das Werte, die mir bis jetzt über den Weg gelaufen sind. Ich schließe andere Werte nicht aus)
  • Zumeist verliert der Autor die Rechte auf das Buch.
  • Man ist inflexibel und abhängig.
  • Nicht immer und überall hat man Mitspracherecht bei der Covergestaltung oder der Vermarktung.

Noch dazu kommt als größtes Problem hinzu: es trudeln jeden Tag unzählige Manuskripte bei den Verlagen ein, die Wartezeit auf eine Antwort kann bis zu einem Jahr betragen. Die Meisten geben nicht einmal eine Absage, da sie so erdrückt von der Masse an Einsendungen sind. Wenn es eine Absage gibt, sagt einem niemand, woran es genau gelegen hat, um sich beim nächsten Werk zu verbessern. Unweigerlich muss man sich nach ca. einem halben Jahr damit konfrontiert sehen, dass das Skript nicht genommen wird.

Ich könnte nun auch ‚Ich bin … das Ende‘ wieder beim AAVAA Verlag einreichen, doch diesmal möchte ich ein professionelles Lektorat ranlassen, um keinen einzigen Fehler zu zulassen. Für ‚Enujaptas Fluch‘ hätte mich das übrigens 1.250 Euro gekostet! Lasst euch das einmal langsam auf der Zunge zergehen, während ihr darüber nachdenkt, dass ich pro verkauften Buch zwischen 0,40 Cent und einem Euro Gewinn gemacht habe (Buchpreis zwischen 4,95 und 11,95 Euro).

Da bei ‚Ich bin … das Ende‘ weniger Seiten zu lektorieren sind, kommen wir auf um die 800 Euro. Um hier die Kosten wieder herein zu bekommen, müsste ich also mindestens 800 Bücher (wahrscheinlicher wären eher 1.400 Bücher) verkaufen! Und hier haben wir noch nicht die Kosten für Werbung und das Cover dazugezählt. Ihr ahnt nun langsam, warum Neoautoren mit dem Gedanken des Selfpublishing liebäugeln. Es ist unausweichlich oder man gibt sich damit zufrieden, dass das Buch nie korrigiert und nur auf einer Liebhaberplattform für LeserInnen downgeloaded wird, ohne in den Genuss eines Taschenbuches zu kommen.

Doch ich will – nein ich MUSS – mein Werk in den Händen halten und ich würde meine Geschichten gerne in der Welt verteilen.

Was bedeutet nun Selfpublishing im Gegenzug zum Verlag? Seid ihr neugierig? Dann erfahrt ihr in den nächsten Tagen mehr.

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Projekt Verlag vs. Selfpublishing

So meine Lieben, ich habe die nächsten Monate ein riskantes Projekt am Laufen und dachte mir, ich gebe euch einen Einblick über die Höhen und Tiefen, die Vor- und Nachteile als Selbstverleger ein Buch herauszubringen. Vor allem im Vergleich zu meinen Erfahrungen mit der Veröffentlichung über einen Verlag.

Wenn sich bis Ende Februar kein Verlag mehr zu meinem Werk ‚Ich bin … das Ende‘ melden sollte, werde ich das Projekt angehen, da ich von meinem Werk überzeugt bin und das ist zweifelsohne Punkt eins, der für ein erfolgreiches Selfpublishing notwendig ist ;o)

Anbei kann ich euch mal meine derzeitigen Erfahrungen und Bedenken aufzeigen:

PLUS für einen Verlag:

  • Er übernimmt die Formatierung des Manuskriptes und wandelt die Texte auch in ePub, mobi und PDF für eBooks um
  • Er kümmert sich um die Ausstellung des ISBN – Codes und die Meldung an jegliche notwendigen Organisationen, wie Hauptbibliotheken etc. (keine Ahnung welche genau, aber das werde ich vielleicht noch in Erfahrung bringen müssen)
  • Er beliefert alle Onlineshops
  • Er beliefert die wichtigsten Shops mit den Taschenbüchern (Amazon, Weltbild, Thalia und Co.)
  • Des Weiteren kann man ohne Probleme in Buchhandlungen das Buch bestellen und erhält es zumeist innerhalb von drei Werktagen.
  • Er druckt das Buch zu einem Spezialpreis für den Autoren
  • Er kümmert sich um die Abrechnung
  • Er hat Übersicht über den Stand des Buches und liefert rechtzeitig nach.
  • Er gibt dem unbekannten Autor mehr Seriosität, da ein Leser annimmt, dass das Skript nur übernommen wird, wenn das Skript Potential hat

Gerade zum letzten Punkt muss aber in der heutigen Zeit noch klargestellt werden, dass dies NICHT MEHR DER FALL IST! Leider ;-( Denn es gibt kleinere Verlage, die ohne Lektorat arbeiten, keine Werbung übernehmen oder noch schlimmer: sie nehmen Geld für ihre Dienstleistung und ihren Namen – sogenannten Druckkostenzuschussverlage. Sie ziehen etliche tausend Euro aus den Taschen des Möchtegernautoren und verdienen auch in erster Linie am Autoren und nicht an dem Verkauf des Buches.

Bei einem großen Verlag kommt noch hinzu:

  • Er übernehmen das Lektorat
  • Er erstellt das Cover
  • Er übernimmt die Vermarktung, Werbung und organisiert auch Lesungen, Messeauftritte etc. für den Autoren
  • Die Homepage des Autors wird bereitgestellt.

Die letzten vier Punkte hatte ich bei meiner Veröffentlichung von ‚Enujaptas Fluch‘ beim AAVAA Verlag leider auch nicht, da es sich um einen kleinen Verlag handelt.

Das nächste Mal kommt das Contra zu den Verlagen, wo wir schon die Vorteile einer Selbstvermarktung erahnen können. Ich hoffe, ihr zittert und fiebert mit mir mit und ihr werdet auch in diesem Projekt an jedem Horrormoment, bei jeder Lachattacke und jedem nervösen Anfall teilhaben 😉

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Geburt eines Trailers XI

So ihr Lieben, ich darf euch mitteilen … das nächste Mal ist es endlich soweit ;o) Der Trailer wird gelüftet ;o) Gemein – ich weiß – aber da müsst ihr nun durch.

Ich dachte mir, ich gebe euch noch einen Einblick, warum es so lange gedauert hat, obwohl wir bereits im Mai gedreht haben.

Leider ist es in einem Team so eine Sache. Nicht jeder sitzt däumchendrehend zu Hause und wartet angestrengt darauf, endlich, endlich einen Trailer drehen zu dürfen. Jeder hat noch parallele Aufgaben, Arbeiten, Reisen und manchmal ist man auch darauf angewiesen, unendlich lange zu warten, bis man Dinge von dem anderen bekommt, damit man weitermachen kann. Oder man hat einfach kurzzeitig schlichtweg keine Lust, daran zu arbeiten – das soll es auch geben …

Des weiteren neigt jeder Typ Mensch dazu anders zu arbeiten. Der eine weiß, was Zeitmanagement ist, der andere tut sich mit diesem Begriff noch schwer, einer kann mit Druck nicht umgehen, der andere blüht erst bei einem Tritt in den Allerwertesten auf. Da ich im Team Menschen hatte, die mir auf freiwilliger Basis meist kostenfrei ihre Freizeit geopfert haben, musste ich mich ungeduldige Person oft selbst ermahnen, niemanden zu vergraulen.

Auch bei Mangel an Kommunikation bleibt viel Zeit hängen … hab ich schon erwähnt, dass ich die ungeduldigste Person auf Erden bin und ich schon verlangt habe, bei dem Wort Platz für ein Foto von mir im Duden frei zu machen? Daher vielen Dank an mein Trailerteam – dass ihr es mit mir und meinen impulsiven Ausbrüchen ausgehalten habt ;o)

Nicht zuletzt ist das Zauberwort –Perfektion. Oft wurden Szenen doppelt, dreifach oder noch öfter überarbeitet und dann abgestimmt. Und dies alles führte dazu, dass das Projekt leider viel länger dauerte, als es sollte … doch es kam noch schlimmer. Und wenn ihr meint, was könnte noch schlimmer sein? Tja, wenn zwei im Team auf keine Lösung kommen und einer sich von einen auf den anderen Tag aus dem Projekt ausklingt und nicht mehr erreichbar ist.

So geschehen beim Sorgenkind Nokimis – dem 3D-Modell Raumschiff für Enujaptas Fluch. Hier kamen Dateiformatdifferenzen, verschiedene Techniken und Programm ins Spiel und wenn zwischen den Teams ein halbes Land liegt, wird es umso schwieriger. Somit musste Ersatz her.

Diese verzweifelte Situation hätte fast das Aus von der Weltraumszene gebracht, wo doch das Grobgerüst des Modells fertig war und nur die maps und die Textur fehlten (was auch immer ;o).

Und da erschien ein Ritter auf seinem weißen edlen Pferd. Ein typ Mensch, der alles lernt, was er gerade nicht kann oder noch vertieft, was er mal wusste, um Menschen in Not aus der Klemme zu helfen und das einfach so aus Vergnügen. Und glaubt mir, ich bin noch nicht vielen Menschen, wie seiner Freundin Stephi und ihm begegnet – also wenn ihr so jemanden kennenlernt, dann schätzt euch als reiche Personen ein ;o)

Also kurz gesagt, Dariusz rettete Nokimis und macht noch dazu auch die Homepage für mich – unendlichen Dank!
Aber wenn wir schon dabei sind, möchte ich hier nochmals mein geniales Team vorstellen:
Alexander Baldreich: Regie, Drehbuch, Schnitt, Color Grading
Wito Rohler: Special Effekts, 3D Grafiken
Soundtrack: Leonhard Helmschrott
Visagisting: Alice Retzl
3D Modell Raumschiff: E.B. und Dariusz Scharsig
mit freundlicher Unterstützung der Rosengärten Hirschstetten, Schlachthof Ehm, DJ-Verleih, Acryplex, …

So das wars – die Serie ist zu Ende und der Trailer kann enthüllt werden! – Das nächste Mal ;o)

 

Aber hier der Teaser, viel Spaß:

Ausschnitt zum Trailer zu Enujaptas Fluch

Geburt eines Trailers X

Wahnsinn – Teil 10 bereits! Ihr seid fantastisch, wenn ihr am Ball geblieben seid – tut mir doch einen Gefallen und teilt meinen Bloglink mit euren Freunden, denn bald ist es soweit, und das Geheimnis wird gelüftet. Also drückt mir die Daumen, dass ich nicht zu viel verspreche und nichts (mehr) schief geht ;o)

Gut, der Drehtag war nun fast da, doch zwei Tage davor ereilte mich eine Email vom Drehort:

„Liebe Frau Ealain, leider muss ich Ihnen mitteilen, dass unsere Nebelanlage defekt ist und wir sie nicht selbstständig wieder in Stand setzten konnten. Wir mussten eine Firma beauftragen, die erst in 10 Tagen kommt. Daher waren wir gezwungen auch die Baumfarne im Park restlost zu beseitigen und in geschützte Palmenhäuser zu stellen.
Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Erfolg mit ihrem Trailerdreh.“

Ich weiß ja nicht, wie es euch bei so einer Nachricht gehen würde, aber bei mir ging eine Bombe hoch, wie in meinem zweiten Buch ‚Ich bin … das Ende“. Ich musste mich sehr darauf konzentrieren auf der Sachebene zu bleiben, während mein inneres Ich schrie, brüllte und beleidigte, was das Zeug hielt, egal welchen Interviewpartner ich an der Strippe hatte.

Plan B musste her:
1) Besorgung einer Nebelmaschine aus dem DJ-Bedarf – ja, ihr habt richtig gelesen

2) Komplexerer Dreh mit mehreren Waldstücken und partieller Einschränkung

3) beten und hoffen, dass wir es hinbekommen

4) hoffen und beten, dass … eh schon wissen

Auch der DJ-Bedarf hatte erbarmen, verrechnete mir nur einen Verleihtag und dann ging es los.

7:15Uhr Schminken, danach Treffen mit dem Filmteam, den Assistenten (meinen Eltern und einer sehr engagierten Mitarbeiterin des Parks) und ab 10:00Uhr der Schaulustigen ;o)

Es war ein sehr lustiger, aber auch anstrengender Drehtag mit mehreren Drehorten, Einstellungen und Fotos. Leider weiß ich bis zu diesem Moment, wo diese Worte von meinen Fingern fließen und vielleicht auch, wenn gerade DU das liest, nicht, ob sich all die Organisation, der Horror, der Einsatz, der Schweiß, der Stress, die innerlichen Ausbrüche … gelohnt haben ;o)

Fabienne in Action:

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Das Ende rückt näher und bald wird der Trailer präsentiert. Ich würde mich freuen, wenn ihr mit dabei seid ;o).

Geburt eines Trailers IX

Ich stand vor dem eingefrorenen Schweineblut und bekam es bereits mit der Angst zu tun. Würde es stinken, sobald es aufgetaut ist? Würde ich mir das tatsächlich ins Gesicht tropfen lassen? Ich zweifelte im Moment, ob ich bei klarem Verstand war. Doch ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als der Fleischhauer vor meinen Augen den Eimer öffnete. Mein Atem stockte? Aber … was habt ihr denn erwartet? Es war ein roter Eisklumpen, nicht mehr und nicht weniger. Er wendete ihn und der Klotz knallte mit einem Karacho auf die weißen, sterilen, noch sauberen Fliesen. Doch der Aufprall verursachte bereits die neugierige Vorkunde – klitzekleine Eissplitter, die bei Kontakt mit dem Boden zu schmelzen begannen und rote, blutige Schlieren vor mir hinterließen.

„Einen Liter also?“

Ich nickte nur noch verunsichert. Dann fing er an, mit seinem Beil auf den Blutwürfel einzuschlagen und meterweit sprühte es roten Eisregen. Ich ertappte mich, wie ich Zentimeter für Zentimeter immer mehr in Richtung Wand auswich und die Flocken mich immer nur um Haaresbreite verfehlten. Nah Mahlzeit, ihr Lieben! Die Prozedur wollte und wollte einfach kein Ende nehmen. Als nur noch ein ca. 30cm langer, 10cm breiter Klumpen übrig war, gab er diesen samt ein paar halbaufgetauten, gelartigen Slimys in den weißen Kunststoffeimer und übergab ihn mir, als ob dies nichts wäre. Ich muss wohl nicht erwähnen, wie verdammt flau mir im Magen war. Die Hand konnten wir uns leider nicht mehr geben … leider. Trotzdem war ich total dankbar, denn dieser Schlachthof war meine letzte Möglichkeit an Blut für den Trailer zu gelangen und immerhin war der Herr dazu bereit, sich auch Zeit für mich zu nehmen und sich blutig – ähm – schmutzig zu machen.

Auf meine Anfrage, was ich schuldig sei, meinte er, kein Problem, geht aufs Haus ;o)

So meine Lieben – danach selbst mit dem Auto zu fahren, war mit sehr starker Konzentration verbunden. Einerseits war mir – sorry – ‚klotzübel’ und andererseits bestand die einzige Sorge in diesem Moment: Was ist, wenn mich die Polizei aufhält und den Kofferraum öffnet, wo sich ein riesiger blutiger Eimer befindet?

„Ach, dass ist nur etwas Blut für Dreharbeiten, Herr Polizist?“ Grins?

Ist zum Glück nicht passiert und ich darf euch auch mitteilen: Blunzenblut ist vorbehandelt und bleibt flüssig. Noch dazu fängt es nicht zu stinken an. Das weiß ich, weil meine Mutter es in eine Sprühflasche mit einem Suppenlöffel eingefüllt hat, als ob es für sie Marmelade wäre – so, dann war mir wieder schlecht …

Hier noch ein Shot der Laufszene von Fabienne:

Shot_3

So, nächste Mal wird es wieder etwas bekömmlicher, versprochen ;o)